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Der Sport

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Drachenboot-Daten:

  • Länge: 12,49 (ohne Kopf und Schwanz)
  • Breite: bis zu 1,20 m
  • Gewicht: min. 250 kg
  • Gewicht beladen (22): 1,8 – 2,0 Tonnen
  • Material: Fiberglas
  • Kosten: ca. 8.000 Euro
  • Kein Kiel

 

Drachenboot mit aufgesetzter Trommel, Drachenkopf und Schwanz sowie angebautem Steuer.

 

Paddel:

  • Länge ca. 1,30 m
  • Material Kunststoff/Aluminium, Holz oder Karbon

Geschwindigkeit:

  • Maximalgeschwindigkeit ca. 14-16 km/h, bei der Verdrängung ein sehr beachtlicher Wert
  • Kadenz von bis zu 100 Schlägen pro Minute

Besetzungen:

  • Gesamt 20 Paddler, 1 Trommler, 1 Steuermann
  • Open 20 Männer
  • Mixed je nach Klasse 6 – 8 Frauen

Sportklassen:

  • Leistungsklasse Mixed
  • Leistungsklasse Open (nur Herren)
  • Damen
  • Masters (Ü40)
  • Breitensport
  • Junioren
  • FunSport
  • FunFun

Renndistanzen:

  • 200m (250 m), 500 m, 1000 m, 2000 m
  • Gute Zeiten bei 250 liegen unter 1 min, bei 500 bei ca. 2 min.
  • Um schnelle Zeiten fahren zu können braucht es neben Kraft, Ausdauer und Geschick einen guten Teamgeist.

Offizielle Meisterschaften:

  • Weltmeisterschaften,
  • Europameisterschaften,
  • Deutsche-Meisterschaften und
  • Landesmeisterschaften.
  • Zusätzlich war der Drachenbootsport im Programm der World-Games 2005 (Duisburg). World-Games = Weltspiele der nicht olympischen Sportarten.

Inoffizielle Regatten:

  • Viele, viele regionale FunSport und FunFun Regatten wie z.B. der PfingstCup Hannover. (Hamburg, Witten, Riesa, Schwerin, Magdeburg etc. etc.). Leistungsklassen starten hier aber auch.

Geschichte:

Ein handgeschnitzter Drachenkopf am Bug und ein Drachenschwanz am Heck schmücken die Bootsenden. An den Seiten der Boote sind vielfach Drachenschuppen aufgemalt. Die Krallen werden durch die Paddel symbolisch dargestellt.

Drachen haben für das chinesische Volk eine symbolische Bedeutung. Ein klassischer Drache hat den Kopf eines Ochsen, das Geweih eines Hirschen, die Mähne eines Pferdes, den Körper einer Python, die Krallen eines Habichts sowie die Fühler und den Schwanz eines Fisches.


Ursprung und Entwicklung des Drachenbootsportes

Um die Ursprünge des Drachenbootsports ranken sich viele Legenden. Die wohl bekannteste Version geht zurück nach China in das 3. Jahrhundert. Die Geschichte des Drachenbootes führt uns zurück ins 2. Jahrhundert vor Christus.
Zu dieser Zeit lebte im chinesischen Königreich ein Minister Qu Yuan. Er war sehr beliebt bei seinem Volk; bei seinem König war er jedoch in Ungnade gefallen und wurde aus seinem Amt entlassen.

Unglücklich wanderte er nun ziellos umher und schrieb Liebesgedichte an sein Volk und sein Land. Unfähig, den Schmerz zu ertragen, beging Qu Yuan Selbstmord, indem er sich in den Fluss Mi Lo stürzte.

Die Legende besagt, dass einheimische Fischer mit ihren Booten wie um die Wette auf den Fluss hinaus fuhren, Qu Yuan ins Leben zurück zu holen. Um seinen Körper vor den gefräßigen Fischen zu schützen, schlugen sie mit ihren Paddeln kräftig auf das Wasser.

Diese Szene der Fischer, die auf den Fluss hinaus fuhren, um die Seele des Qu Yuan zu retten, wiederholt sich nicht nur in China jedes Jahr aus Tradition in Form von Drachenbootfestivals, sondern ist im Laufe der Zeit über Amerika und England bis hin nach Deutschland gekommen. Jedoch sind die Veranstaltungen in China viel traditioneller als außerhalb des Landes. Dort steht die Geschichte mehr im Vordergrund. Aber auch im Mutterland wird diese Form der Fortbewegung als Sport gesehen.

Das erste Drachenbootrennen in Deutschland gab es 1987 im Rahmen der Kanusport-WM in Duisburg, im Jahre 1989 kam es vereinzelt vor allem in Norddeutschland zur Gründung von Teams. Dies waren zunächst eigenständige Gruppen und Vereine, doch schon bald erkannten viele Kanu-Vereine das Potenzial des Kanu-Drachenbootsports und gründeten eigene Drachenboot-Abteilungen.

Aus dieser alten Tradition hat sich inzwischen eine moderne, attraktive Sportart entwickelt, die in der ganzen Welt immer mehr Freunde findet.

Eines der größten Drachenbootrennen findet am chinesischen Neujahr statt. In der Bucht von Hong Kong verfolgen Hunderttausende von begeisterten Zuschauern - vor Ort oder am Bildschirm - dieses Spektakel. Das Drachenboot- fahren ist die meist verbreitete Wassersportart der Welt. Allein in China wird die Sportart von über 20 Millionen Sportlern ausgeübt. Bereits wird in über 40 Ländern, über alle Kontinente verteilt, aktiv gepaddelt. In Europa sind Deutschland, England und Italien die führenden Nationen. Die Aktivmitgliederzahlen steigt laufend – der Trend ist ungebrochen. Der Drachenbootsport ist keine kurzlebige Modedisziplin, sondern befindet sich voll im Aufwind.

In asiatischen Ländern kann die Beliebtheit solcher Rennen durchaus mit der von Fußball in Europa verglichen werden.